Mittwoch, 9. Januar 2008

iPod Touch wird zum Handy

Clevere Hacker machen es möglich: Mit Apples modischem MP3-Player lässt sich neu auch telefonieren. Die Mobilfunknetzbetreiber dürften wenig Freude daran haben.

Das Zauberwort heisst «Voice over IP» (VoIP). Dafür nutzen die Hacker die WiFi-Funktionalität des iPod Touch. Denn mit dem integrierten Safari-Browser lässt sich problemlos und schnell im Internet surfen. Für die VoIP-Telefonie war der iPod Touch bislang aber nicht zu gebrauchen, da ihm schlicht und einfach der Eingang für ein Mikrofon fehlt. Dieses Manko haben aber nun die Hacker von Touchmods mit Hilfe eines Ansteckmikrofons behoben. Die Betreiber bieten es für den Betrag von 30 US-Dollarn an und liefern die benötigte Software gleich mit. Für deren Installation muss das Gerät allerdings unter Garantieverlust entsperrt werden. Dass Apples MP3-Player zum mobilen VoIP-Telefon wird, dürfte die Betreiber von Mobilfunknetzen wenig erfreuen, denn die Internettelefonie ist gratis. Den iPod Touch gibt es in der Schweiz ab 469 Franken.

Montag, 7. Januar 2008

Abschied: Bill Gates letzte Keynote

Noch einmal blickte Bill Gates öffentlich in die Zukunft von PC und Co. Er hinterlässt den Mega-Konzern Microsoft und wieder jede Menge digitaler Visionen und Ideen.

Tatsächlich hat Bill Gates mit der Eröffnungsrede auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas seinen letzten grossen Auftritt vollbracht. Bis Juli 2008 will Gates seinen Sessel bei Microsoft räumen, um sich seiner Stiftung zu widmen. Seinen Chefposten hat er bereits im Jahr 2000 Steve Ballmer überlassen.Mit den Worten «Dies ist meine letzte Keynote» schilderte der dahinscheidende Microsoft-Gigant dennoch seine Vorstellungen des zweiten digitalen Jahrzehnts. Schon vor elf Jahren hatte er auf der CES erstmals von der digitalen Dekade gesprochen und war damit völlig richtig gelegen. Gates sagte diesmal voraus, dass hochauflösende Video-Erfahrungen letztendlich allgegenwärtig seien - vom Fernsehen über Wandprojektionen bis hin zu in Tischen eingebauten Bildschirmen. Zu den künftigen Schlüssel-Elementen von Software-Entwicklungen würden bald auch intuitive und natürliche Bedienmöglichkeiten über Berührung und Sprache zählen.Als neuer kommender Mann von Microsoft gilt Robbie Bach, Chef für digitale Medien. Er berichtete im Zuge der CES über die Internet-Video-Pläne für die Sommerolympiade und von Social-Media-Funktionen des MP3-Players Zune sowie vom optischen Erkennungssystem (anhand des Gesichts) des Mobiltelefons.

Wikia Search ab heute online

Googles Konkurrent Wikia Search ist heute Morgen gestartet. Anders als beim Suchmaschinen Giganten wird Wikia die Suchalgorithmen offen legen.

Heute Morgen ist die Mitmach-Suchmaschine Wikia Search in die Alphaversion gestartet. Damit konnte Jimmy Wales (Mitbegründer von Wikipedia), die Vision seiner quelloffenen Suchmaschine, der Open Source Webspider Grub zu Grunde liegt, realisieren.Anders als bei Google wird Wikia Search die Suchalgorithmen offen legen und die Nutzer können durch ihre Bewertungen Einfluss auf die Ergebnisse nehmen. Bei Google zählt die Anzahl der Webseiten-Verlinkungen. Höhere Qualität der Ergebnisse, transparente Arbeitsweise und strengerer Datenschutz - all diese Dinge möchte Wales mit seiner Neuen besser machen.Derzeit lassen sich zwar Text, Fotos und andere Anwender suchen, ausgereift ist Wikia Search aber natürlich noch nicht, was der Hersteller selbst nicht verschweigt.

Samsung mit neuen Flash-Speichereinheiten mit bis zu 128 GB Kapazität

Samsung hat neue Flash-Festplatten mit Kapazitäten von bis zu 128 GB im 1,8" oder 2,5"-Format vorgestellt. Die Laufwerke verfügen über eine normale Serial-ATA-II-Schnittstellte und erreichen eine Lesegeschwindigkeit von 100 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 70 MB/s. Dies liegt deutlich über den normalerweise in Laptops erreichbaren Datenraten. Auch der Stromverbrauch von diesen Laufwerken liegt deutlich unter dem von herkömmlichen Festplatten. Außerdem werden keine beweglichen Teile verwendet. Dies ist in Laptops sehr wichtig, da diese häufig Erschütterungen im laufenden Betrieb ausgesetzt sind und es so leicht zu Datenverlust kommen kann.
Apple könnte diese Laufwerke im für die Mac World San Francisco erwarteten Subnotebook einsetzen, um Platz zu sparen und trotzdem eine akzeptable Kapazität bieten zu können. Allerdings steigt der Preis durch den Einsatz solcher Laufwerke deutlich, die Hersteller haben aber die Möglichkeit, durch den Einsatz solcher Speichereinheiten Platz bei der Festplatte und auch beim verwendeten Akku zu sparen, um Laptops noch leichter und dünner zu bauen. In der Gerüchteküche geht man davon aus, dass Apple bei einem möglichen MacBook mini auf ein CD/DVD-Laufwerk im Gerät verzichten wird, um Platz und Gewicht zu sparen.

Weiterführende Links:
MacWorld.co.uk

Freitag, 4. Januar 2008

Aufsehen um Datenschutz bei Adobe

Creative Suite 3 kommuniziert mit der Adresse 192.168.112.2O7.net, welche eine als IP-Adresse getarnte Subdomain ist. Dahinter versteckt sich ein externes Unternehmen, das Nutzungsstatistiken erstellt.

Bekannt ist, dass Software-Produkte gerne Kontakt mit ihrem Zuhause halten (auch Apple und Microsoft waren schon im Gespräch), um Nutzungsstatistiken übermitteln zu können. Auf diese Art versucht sich Photoshop Creative Suite 3 gelegentlich mit der Adresse 192.168.112.2O7.net zu verbinden.Bei genauerem Hinsehen aber fällt auf, dass sich bei der Zieladresse bei 2O7 anstatt einer Null der Buchstabe «O» befindet. Was wie eine für lokale Netzwerke reservierte IP-Adresse aussieht, zeigt sich damit als Subdomain der URL 2O7.net. Dahinter verbirgt sich das amerikanische Unternehmen Omniture, welches Datennutzungen erhebt - auch für Adobe.Adobe und Omniture haben sich dazu bislang noch nicht geäussert, obwohl es so scheint, als wolle man mit der getarnten IP-Adresse absichtlich etwas verschleiern. Eine offizielle Stellungnahme soll folgen.Für Nutzer gibt es eine Möglichkeit, die Kommunikation mit dem externen Unternehmen zu unterbinden: Den Adressteil 207.net entschlüsseln und in den Browser eingegeben. Auf der dortigen Seite den Opt-Out-Button verwenden.Wer wissen möchte, wer oder was hinter einer IP steckt, kann den Whois-Service benutzen.

Firefox-Schwachstelle ermöglicht Phishing

Durch fehlerhafte Darstellung von Authentifizierungs-Dialogen soll es Phishern möglich sein, Nutzern Anmeldedaten zu entwenden.

Im Zuge einer Authentication wird nach Usernamen und Passwort verlangt. Die Eingabe der Daten ermöglicht den Zugang zu bestimmten Webseiten. Firefox weist angeblich eine Schwachstelle bei der Darstellung solcher Authentifizierungs-Dialoge auf, sodass Phisher, Anmeldedaten leicht entwenden können. Im Normalfall ist neben dem Namen der anfordernden Instanz auch angegeben, von welchem Webserver die Authentifizierungsaufforderung stammt. Laut Aviv Raff, einem israelischen Sicherheitsspezialisten habe Firefox mit der Auswertung und Anzeige dessen Probleme. Phisher können einen Dialog erstellen, der dem Anwender als vertraute Seite erscheint. Damit der Nutzer in die Falle tappt, muss er einem präparierten Link auf eine bösartige Webseite folgen, was nicht immer leicht zu erkennen ist. Augen offen halten und bei veränderter Art des Logins sofort misstrauisch werden und keine Daten eingeben.Als möglicherweise betroffen führt Raff Firefox 2.0.0.11 und vermutlich vorherige Versionen sowie auch andere Produkte der Mozilla Foundation an.

Microsoft stellt zwei Patches in Aussicht

Die Redmonder verkündeten, mit 8. Januar zwei Windows-Sicherheits-Updates zu veröffentlichen. Mindestens ein Sicherheitsleck soll gefährlich sein.

Wie viele Windows-Sicherheitslücken im Zuge des traditionellen, monatlichen Patch-Days gesamt geschlossen werden, gab Microsoft vorab noch nicht bekannt. Die Redmonder werden ihre Nutzer jedenfalls mit zwei Patches versorgen.Fest steht auch, dass zumindest ein Sicherheitsleck in Windows gefährlich sein soll, da Angreifer darüber Schadcode ausführen können. Bekannt wurde auch eine Lücke, wodurch sich Angreifer Rechte ausweiten. Diese bereits genannten Gefahren werden am 8. Januar der Vergangenheit angehören.